Geplante Änderungen im WEG (Wohnungseigentumgesetz)

Das WEG ist eine Geschichte voller Änderungen: Das Gesetz über das Wohnungseigentum und das Dauerwohnrecht (kurz Wohnungseigentumgesetz bzw. WEG) wurde 1951 in der Bundesrepublik erlassen und dann 1973, 2007 und zuletzt 2014 reformiert bzw. aktualisiert. Nun soll 2020 die nächste Änderung kommen, die aber starken Wirbel auslöst.

Änderung des WEG lief aus dem Ruder

Eigentlich sollte es um Ladestationen in der gemeinschaftlichen Tiefgarage von Wohnungseigentumsobjekten gehen. Die notwendige Änderung des WEG nutzten einige Gruppen daraufhin zu einer umfassenden Reform aus. Daraus entstand eine über 102 Seiten umfassende Drucksache namens Wohnungseigentumsmodernisierungsgesetz – WEMoG. Es soll darin folgende Änderungen geben:

  • Jede Wohnungseigentümer*in und Mieter*in soll einen Anspruch auf eine E-Ladestation haben
  • Uneinheitlichkeiten zwischen Wohnungseigentums- und Mietrecht sollen abgebaut werden
  • Vorgaben zur Betriebskostenabrechnung sollen zwischen Wohnungseigentums- und Mietrecht harmonisiert werden
  • Vorgaben für bauliche Veränderungen der Wohnanlage sollen vereinfacht werden
  • Rechte von Wohnungseigentümer*innen sollen erweitert werden; bspw. durch Einsichtnahme in die Verwaltungsunterlagen oder durch jährlichen Vermögensbericht des Verwalters
  • Austausch von Verwalter*innen soll erleichtert werden
  • Die Wohnungseigentümerversammlung soll von ihren Rechten her aufgewertet werden, indem die Ladungsfrist verlängert und Hürden für die Beschlussfähigkeit beseitigt werden und Online-Teilnahmen möglich werden
  • Der Verwaltungsbeirat soll gestärkt werden, indem seine Zusammensetzung flexibilisiert und die Haftung seiner Mitglieder beschränkt werden
  • Verwaltung des gemeinschaftlichen Eigentums soll effizienter gestaltet werden
  • Streitpotential in der Gemeinschaft soll reduziert werden, indem Vorschriften klarer formuliert werden; insb. bei den Vorschriften zu Wirtschaftsplan und Jahresabrechnung, zu baulichen Veränderungen und zur Entstehung und Stellung der rechtsfähigen Gemeinschaft der Wohnungseigentümer
  • Bei Streitigkeiten sollen gerichtliche Verfahrensvorschriften effizienter gestaltet werden

Kritik an WEG-Reform

Die genannten Änderungen haben aber nicht nur Freunde: So merkt der deutsche Anwaltverein an, dass das Eigentumsrecht verwässert würde und damit einen Machtwechsel unter der Hand bevorstehe. Derdeutsche Richterbund fürchtet eine drohende Prozesswelle und damit unnötiger Mehraufwand für die Gerichte. Durch viele Wohnungseigentümerverbände wird bemängelt, dass die Eigentümer benachteiligt werden, weil diese weniger Mitsprache haben, aber für alles voll haften müssen. Sogar die Hausverwalter als Nutznießer der Reform beschweren sich über einige Änderungen, die ihre Arbeit eher behindern statt beschleunigen würden und eher eine Verschlimmerung als Verbesserung darstellen.

Die größten möglichen Gefahren der Reform

Im März 2020 beschloss das Bundeskabinett ein Wohnungseigentumsmodernisierungsgesetzes (WEMoG), welches im Mai 2020 im Bundesrat ergänzt und durch den Rechtsausschuss des Bundestags ihre unterschiedlichen Stellungnahmen besprochen wurde.

Es wird befürchtet, dass:

  1. die Verwaltungen unverhältnismäßig viel Macht bekommen;
  2. Mehr Intransparenz entsteht bspw. dadurch, dass bei Eigentümversammlungen nicht mehr alle Eigentümer anwesend sein müssen;
  3. für Entscheidungen nur noch einfache Mehrheitsbeschlüsse notwendig sind und damit eine aktive Eigentümergruppe teure Luxussanierungen leichter vorantreiben könnte;
  4. eine Generalklausel wertet die Verwalter zu effektiven Geschäftsführern auf mit sehr umfangreichen Vollmachten und
  5. das schadet Mieteigentums-Mietern, welche durch die weitreichenden, unkontrollierbaren Entscheidungsrechte des Verwalters zu Sanierungen gezwungen werden ohne sich hiergegen wehren zu können

Neues Gesetz ab 1. September?

Aktuell gilt noch der 1. September 2020 als Start für die neue Fassung des WEG, doch angesichts der aktuellen Lage ist nicht sicher ob der Termin eingehalten werden kann.

Immobilieneigentümer zu Zeiten von Corona – Kündigungsschutz für Mieter, die ihre Miete nicht zahlen können

Corona hat auch im Bereich Mieten viel durcheinandergewirbelt und für Sondersituationen gesorgt. Diese sind aber vielfach zum 30. Juni ausgelaufen. Was hat sich konkret geändert?

Mietermoratorium zum 30.6. ausgelaufen

Im Zuge der vielfachen Verdienstausfälle, plötzlicher wirtschaftlicher Not- und Schieflagen hat der Gesetzgeber im März bereits ein Mietermoratorium verordnet, das zum 30. Juni 2020 auslief. Zuvor gab es noch Streit in der Großen Koalition, ob das Moratorium fortgesetzt werden solle oder nicht.

Das Mietermoratorium besagt, dass Mieten, die zwischen April und Juni 2020 nicht gezahlt werden konnten, mit Begründung auf die Corona-Krise zunächst ausgesetzt sind. 

Nachzahlung bis Juni 2022

Die Mietzahlungen dieser drei Monate werden aber nicht erlassen: Die Mieten April, Mai und Juni 2020 sind durch die Mieter bis spätestens Juni 2022 zurückzuzahlen. Der Vermieter darf aber eben nicht wegen dieser Zahlungen eine Räumungsklage oder Ähnliches anbringen.

Mietzahlung bleibt Pflicht

Seit 1. Juli 2020 gilt wieder die normale Mietpflicht und Mietzahlungen müssen geleistet werden, sonst können rechtliche Maßnahmen drohen bis zur Kündigung oder Räumungsklage. 

Gleiches gilt auch für Verbraucher, Gewerbetreibende und Kleinstgewerbetreiben, die seit 1. Juli 2020 wieder ihre Mietschulden normal begleichen müssen.

Bei Darlehensverträgen verlängert sich die Zahlung um die jeweilige Anzahl an Monaten, während derer wegen COVID-19 nichts gezahlt werden konnte.

Infografik:

https://www.bundesregierung.de/resource/image/1754180/16×9/990/557/f158619bd03509d77b91537dcfa7def2/RZ/2020-05-20-grafik-miete-verbraucherschutz.png

Quelle: 

https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/corona-informationen-miete-verbraucherschutz-1734914

Für Vermieter: 1,50 m Abstand

Alle Geschäfte – unabhängig von ihrer Größe – können wieder öffnen, wenn sie die Auflagen zur Hygiene einhalten, den Zutritt zum Geschäft steuern und Warteschlangen vermeiden. Eine maximale Personenzahl (Kundschaft und Personal) ist auf die Fläche vorzugeben. Das dient der Sicherung des Abstands zwischen den Personen und begrenzt den Publikumsverkehr im öffentlichen Raum und im Nahverkehr.

Für viele Vermieterbüros mit Kundenverkehr auch wichtig: Die Abstandsregel von 1,50 m gilt weiterhin. Wenn Vermieter also öffnen, seien bitte die Abstandsregeln zu beachten, sowie vorhandene Möglichkeit der Desinfektion bzw. zum Waschen der Hände. Die konkrete Umsetzung in den Bundesländern kann variieren.

Viele Vermieter haben hierauf reagiert und bieten momentan gar keine physischen Sprechstunden an – hier kann wiederum die Digitalisierung helfen – in Form von. Online-Sprechstunden oder Webkonferenzen.

Christian Allner

Christian Allner ist es sehr wichtig, Kommunikation besser zu machen und für weniger Missverständnisse sorgen. Denn moderne Kommunikationsformen ändern auf fundamentale Weise unsere Kommunikation, ein gegenseitiger Austausch belebt aber eine Gesellschaft und das Miteinander. In der HSB Akademie ist er als Gastdozent im Bereich Blog tätig. Zum Profil von Christian Allner

Immobilien: Livestreams für Grundstücke?

Immer häufiger wird live übertragen: Gamer streamen Let’s Plays, der Bundestag streamt Plenarsitzungen und Influencer berichten von Großveranstaltungen, zu denen sie eingeladen wurden. Gibt es das bald auch für Immobilien: Livestreams für Grundstücke?

Die nächste Wohnungsbesichtigung streamen?

Warum also nicht auch im Maklerbereich streamen? Ein Livestream ist nur eine Übertragung per Video. Diese findet zwar live statt, kann aber genauso aufgezeichnet sein und lediglich live eingespeist werden. Hierfür gibt es technische Möglichkeiten.

Doch welche Streaming-Anbieter kommen, speziell für die Immobilienbranche überhaupt in Frage?

Twitch – eher für Gamer

Bei Twitch.tv wird vor allem für Gamer, Hipster und moderne Jugend gearbeitet. Das sollte niemanden abschrecken, doch muss auch dem eigenen Unternehmen entsprechen. Sie tauchen mit Ihren Streams parallel zu Let’s Plays, Bob Ross’ Joy of Painting oder sonstigen Nischen auf. Entspricht das dem, was Sie erreichen wollen?

Auf der Plusseite: Twitch wird stark von Jugendlichen konsumiert. WG-Zimmer bekommt man so vielleicht leichter an die Zielgruppe.

YouTube – Gewohnheiten für Videoschauer

YouTube ist für viele der Schirmbegriff, wenn es um Videoplattformen geht. Doch YouTube kann auch Livestream. Unter YouTube Live werden allerlei Sendungen von Nischenplattformen wie RBTV bis zu Sitzungen nationaler Parlamente schonmal übertragen.

YouTube erreicht täglich etwa 20 Millionen Menschen in Deutschland. Dort hätten Sie eine potenziell große Zielgruppe für Ihren Stream. YouTube bietet ähnlich wie Twitch auch einiges an technischen Schnittstellen, um einen Stream zu starten.

Facebook – Mitten im Newsfeed

Das soziale Netzwerk hatte in diesem Jahr viel mit Datenschutz zu kämpfen, aber wird weiterhin von fast 40 Millionen Deutschen regelmäßig genutzt. Die Livestream-Funktion ist vollständig in das soziale Netzwerk Facebook eingebettet und kann so sehr einfach genutzt werden. Über Privatsphäre-Einstellungen und Zugehörigkeiten zu Facebook-Gruppen können sogar recht intime Streams mit Interessenten veranstaltet werden ohne dass es zu einem öffentlichen Event ausartet.

IGTV – Vielleicht später

IGTV ist Instagrams-Livestreaming- und Video-Idee. Als Instagram TV sollen hier ähnlich wie auf YouTube Streams und Videos hochgeladen werden. Doch die Plattform ist bei weitem nicht so populär wie ihre Mitbewerber.

Twitter – Persicope nutzen

Dank des Zukaufs 2015 ist auch Twitter – über seine Tochter Periscope – inzwischen im Livestreaming-Geschäft. Doch ähnlich wie bei IGTV mangelt es auch hier an Verbreitung und Akzeptanz. Periscope ist eher ein Nischendienst.

Fazit: Livestreaming für das Grundstück?

Es gibt viele Möglichkeiten die eigenen Objekte bekannter zu machen und in heutiger Zeit kann auch Livestreaming hier helfen.

Quellen:

Christian Allner

Christian Allner ist es sehr wichtig, Kommunikation besser zu machen und für weniger Missverständnisse sorgen. Denn moderne Kommunikationsformen ändern auf fundamentale Weise unsere Kommunikation, ein gegenseitiger Austausch belebt aber eine Gesellschaft und das Miteinander. In der HSB Akademie ist er als Gastdozent im Bereich Blog tätig. Zum Profil von Christian Allner

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Mieterkommunikation 2.0 – Immobilien besichtigen mit WhatsApp oder Snapchat

Etwa 70 Prozent der Deutschen nutzen Messenger wie WhatsApp. Das sind beachtliche Zahlen. WhatsApp selbst liegt mit 32 bis 35 Millionen monatlichen Nutzern dabei an der Spitze und ist sogar beliebter als Facebook, welches in Deutschland monatlich auf etwa 28 Millionen Nutzer kommt.

Mehr Statistiken finden Sie bei https://de.statista.com/

Doch auf für Immobilienverwalter sind Messenger ein Segen. Immobilien tragen im Namen nämlich bereits ihr Problem: Sie sind unbeweglich. Menschen hingegen sind heutzutage sehr beweglich geworden.

So sind bspw. Termine für Immobilien-Besichtigungen oder schriftliche Absprachen mit den Mietern häufig eine Qual für alle Beteiligten.

Messenger als Arbeitserleichterung

Messenger können leidiger Korrespondenz Abhilfe schaffen: Wohnungs- und Grundstücksverwalter können Rundschreiben oder Erinnerungen an ihre Mieter innerhalb von Sekunden als Push-Benachrichtigung versenden. Integrierte Videotelefonie-Funktionen vieler Messenger erleichtern Wohnungsbesichtigungen, da so ein Mietinteressent nicht unbedingt persönlich anwesend sein muss, um sich eine Wohnung anzuschauen.

Übersicht der gängigen Messenger


Weltweit gibt es etwa 3 bis 4 Milliarden Internetnutzer, davon in Deutschland etwa 56 bis 70 Millionen. Weltweit schätzt man, dass etwa ~1,5 Mrd. Menschen regelmäßig Messenger nutzen.

WhatsApp

Der größte Messenger-Dienst in Deutschland mit z.T. bis zu 37 Millionen monatlich aktiven Nutzern erlaubt Chat, Audio- und Videoanrufe. Die App ist Ende-zu-Ende-verschlüsselt. Allerdings werden Nutzerdaten in den USA ausgewertet, was datenschutzrechtlich unsicher ist.

Skype

Der in Estland entwickelte Messenger gehört heute zu Microsoft. Etwa 16 Millionen Deutsche nutzen Skype. Der Vorteil: Skype gibt es sowohl stationär für den Desktop-PC als auch als mobile App. Skype ist besonders in Unternehmen bereits weit verbreitet und wird aktiv genutzt.

Skype erlaubt auch Gruppengespräche.

iMessage

Der Messengerdienst von Apple erlaubt Chat, Audio- und Videoanrufe, ist allerdings proprietär für das Apple-Betriebssystem iOS.

Facebook Messenger

Das soziale Netzwerk Facebook hat seinen eigenen Messenger in den letzten Jahren stark ausgebaut und ihn von einem reinen Chatprogramm zu einem vollwertigen Messenger erweitert. Chat, Audio- und Videonachrichten und Livegespräche können geführt werden.

Snapchat

Der von Snap, Inc. entwickelte Messenger ist vor allem bei Jugendlichen beliebt. Der große Nachteil für Gespräche: Es gibt keine direkte Kommunikation. Die Videonachrichten, sog. Snaps, sind höchstens 10 Sekunden lang und maximal 24 Stunden abrufbar.

Snapchat eignet sich eher zum exklusiven Bewerben und ist keine klassische Messenger- oder Videotelefonie-Anwendung. Dafür wächst die Nutzerschaft rasant. 2016 waren bereits 200 Millionen Nutzer monatlich auf der Plattform.null

Google Hangout

Hangout hat sich im Lauf der Jahre von Google+ herausgelöst und kann sowohl für private als auch öffentliche Kommunikation genutzt werden. Die sogenannten Hangouts können als Chat-, Audio- oder Videogespräch geführt werden. Der Dienst ermöglicht die Einbindung vieler weiterer Google-Anwendungen.

Telegram

Das russische Unternehmen mit Sitz in Berlin bietet ebenfalls einen vollwertigen Messenger mit allen erwartbaren Funktionen. Etwa 100 Millionen Menschen weltweit nutzen den Dienst.

WeChat

Das chinesische Pendant zu WhatsApp & Co. bietet einen vollwertigen Messenger mit Chat-, Audio- und Video-Funktionen. Darüber hinaus kann man mit WeChat sogar Verträge unterschreiben, Taxis bestellen und Geld überweisen. Etwa 750 Millionen Menschen nutzen den Messenger.

Periscope

Das von Twitter gekaufte Unternehmen bietet die Möglichkeit, Live-Videos zu streamen und über das eigene Periscope-Netzwerk oder bei Twitter zu bewerben. Periscope erlaubt nur öffentliche Übertragungen. Für vertrauliche Kommunikation ist der Dienst ungeeignet.

Sonstige Anbieter

Darüber hinaus gibt es viele proprietäre Software-Lösungen, d.h. Eigenentwicklungen verschiedener Hersteller. Adobe hat mit Adobe Connect Software für Webinare erstellt, die aber auch für Videotelefonie genutzt werden können.

Darüber hinaus haben Anbieter wie Twitch oder YouTube (mit YouTube Live) verschiedene Angebote für Videoübertragungen. Sowohl Twitch als auch YouTube Live sind jedoch erst einmal öffentliche Übertragungen. Hier ist es wichtig, dass Sie die Privatsphäreeinstellungen beachten, um zu vermeiden, dass bei Ihrer Wohnungsbesichtigung das gesamte Internet mitschaut.

Mögliche Risiken von Messengern: Datenschutz und Rechtslage

Obwohl es kürzlich einige rechtliche Änderungen gab, sind Messenger für den offiziellen Schriftverkehr weiterhin keine absolut sichere Sache. Allein der ungenügende Datenschutz vieler Dienste wie WhatsApp, WeChat oder Skype (da diese Nutzerdaten außerhalb der EU verarbeiten und speichern) macht die Messenger-Kommunikation unsicher.

Doch hier gehen Rechtstheorie und gelebte Praxis auseinander. Mieter kündigen bereits über WhatsApp und Wohnungsbesichtigungen werden auch schon mit Skype auf dem Tablet durchgeführt.

Berufsgeheimnisträger wie Anwälte oder Ärzte sollten aufgrund ihrer beruflichen Sorgfaltspflichten bei Messengern zwar aufpassen, doch im gelebten Alltag sind Messenger schon häufig genutzte Technologien für die Kommunikation – und besonders im Immobilienbereich sollten Sie mit der Zeit gehen. Neue Mieter finden sich nicht leicht und wollen geködert werden. Besonders die junge Generation unter 30 spricht häufig gut an auf Technologien, die Aufgaben erleichtern.

Quellen:

Christian Allner

Christian Allner ist es sehr wichtig, Kommunikation besser zu machen und für weniger Missverständnisse sorgen. Denn moderne Kommunikationsformen ändern auf fundamentale Weise unsere Kommunikation, ein gegenseitiger Austausch belebt aber eine Gesellschaft und das Miteinander. In der HSB Akademie ist er als Gastdozent im Bereich Blog tätig. Zum Profil von Christian Allner

Online-Marketing-Strategien für Immobilienmakler

In einer Zeit der aktiven Nutzung sozialer Medien und digitaler Technologien muss ein Unternehmen die Herausforderungen dieser Technologien ernst nehmen. Eigene Stellen, speziell geschulte Mitarbeiter oder zumindest ein aktiv interessierter Chef sollten sich um die aktive Pflege digitaler Konten kümmern. Dabei bitten sich zahlreiche Online-Marketing-Strategien für Immobilienmakler.

Insbesondere für den Maklerberuf ist es unerlässlich wichtig, dass Sie auf der Höhe der Zeit bleiben. Als Telefonmarketing in den 1990ern populär wurde, haben Makler mitgemacht und fahren bis heute damit noch gute Margen. Warum sollten Sie bei Social Media also hintenan stehen?

20 Millionen täglich

Trotz Datenskandalen bei Facebook ist das soziale Netzwerk populär wie nie. Allein in Deutschland nutzen täglich mehr als 20 Millionen Menschen Facebook – mehr als die Einwohnerzahl von Nordrhein-Westfalen.

Mindestens 62 Millionen Deutsche sind 2018 bei Social Media aktiv. Bei der kompetenten Pflege ist es also enorm wichtig, zusammenhängend und basierend auf strategischen Planungen vorzugehen.

Social-Media-Marketing für Makler

Ich empfehle Ihnen die STOP-Methode nach Allner. Ich habe sie als handliches Tool entwickelt, um strategisch zu planen.

  1. STRATEGISCH: Betrachten Sie erstmal Ihre Situation global. Macht Social Media für Sie überhaupt Sinn?
  2. TAKTISCH: Falls ja, welche Kanäle und Plattformen eignen sich für Sie? Was wollen Sie über Social Media verkaufen?
  3. OPERATIV: Sind die Ziele und Plattformen klar, ist es als nächstes wichtig, über welchen Kontotyp Sie sich vermarkten wollen. Macht bspw. eine Facebookseite Sinn oder sollte es doch eher eine Gruppe sein?
  4. POSTINGS: Haben Sie alles andere geklärt, müssen Sie noch die einzelnen Beiträge schreiben. Hier hilft die POST-Methode nach Li/Bernhoff weiter.

Klären Sie im Vorfeld alle unklaren Fragen, sonst stolpern Sie bei der Umsetzung sehr schnell. Social Media ist immer eine Zwei-Wege-Kommunikation. Beherzigen Sie die Basics, dann haben Sie keine Probleme.

Fazit

Online Marketing ist heutzutage kaum noch aus den Unternehmen weg zudenken und sollte in der Organisation mit eingebaut sein. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten auch mit geringem Aufwand und einfachen Methoden schnelle Erfolge zu erzielen. Wichtig ist: Packen Sie es an und setzen Sie Ihre Online-Marketing-Strategien für Immobilienmakler um!

Quelle:

Christian Allner

Christian Allner ist es sehr wichtig, Kommunikation besser zu machen und für weniger Missverständnisse sorgen. Denn moderne Kommunikationsformen ändern auf fundamentale Weise unsere Kommunikation, ein gegenseitiger Austausch belebt aber eine Gesellschaft und das Miteinander. In der HSB Akademie ist er als Gastdozent im Bereich Blog tätig. Zum Profil von Christian Allner

Sachkundenachweis für Immobilienmakler und Verwalter

Bisher durfte sich jeder unabhängig von seiner Ausbildung als Immobilienmakler bezeichnen und in diesem Bereich arbeiten. Es gab keine Ausbildungsvoraussetzungen für diese Tätigkeit oder eine solche als Wohnungs- oder Immobilienverwalter.

Was bedeutet „Sachkundenachweis für Immobilienmakler“?

Schon 2015 wurde daher ein Gesetzesentwurf präsentiert, der eine Nachweispflicht für die Eignung als Immobilienmakler zum Inhalt hatte. Am 31.08.2016 wurde der Gesetzesentwurf nun beschlossen und tritt vermutlich Ende 2016 / Anfang 2017 in Kraft.

„Voraussetzungen für die Erteilung der gewerberechtlichen Erlaubnis nach § 34c der Gewerbeordnung sind neben Zuverlässigkeit und geordneten Vermögensverhältnissen ein Sachkundenachweis und eine Berufshaftpflichtversicherung.“ (Quelle: Bundesregierung)

Das bedeutet für den Anfang nur, dass die Berufszulassung geregelt worden ist. Im weiteren Verlauf wird es sicherlich zur Regelung weiterer Inhalte kommen müssen

Wer muss sich prüfen lassen?

Was bedeutet dieser Gesetzesentwurf nun für alle Immobilienmakler und Wohnungsverwalter?

Es bedeutet, dass nach dem Gesetzesentwurf „soll der Immobilienmakler und künftig auch jeder sich selbstständig machende WEG-Verwalter (Wohnungseigentums-Verwaltung) eine gesetzliche Qualifikation nachweisen. Die IHK (Industrie- und Handelskammern) in den Bundesländern werden dann künftig die Prüfung und aller Voraussicht nach auch die Überprüfung der Qualifikationsnachweise vornehmen.“ (Quelle: IVD)

In welchem Rahmen und Umfang diese Prüfungen stattfinden werden und welche Inhalte ihnen zugrunde liegen ist noch nicht im Detail fest gelegt worden.

Immobilienmakler

Bei den Immobilienmaklern muss zwischen den „Alten Hasen“ mit mehr als 6 Jahren Berufserfahrung und allen anderen Immobilienmaklern unterschieden werden.

Diejenigen Immobilienmakler, die mindestens sechs Jahre Berufserfahrung vorweisen können, haben die Möglichkeit, sich von der Sachkundenachweispflicht befreien zu lassen. Welche Nachweise genau dafür erbracht werden müssen, ist noch nicht im Einzelnen geklärt. „Dies könnten zum Beispiel die Vorlage von Provisionsabrechnungen, die Bestätigung des Steuerberaters, (geschwärzte) Vertragskopien oder die nach § 10 der Makler- und Bauträgerverordnung zu führenden Aufzeichnungen sein.“ (Quelle: immocompact)

Alle anderen Immobilienmakler oder zukünftige Immobilienmakler müssen nach Inkrafttreten des Gesetzes innerhalb von zwölf Monaten entweder einen Sachkundenachweis erlangen und vorlegen oder eben eine Befreiung beantragen.

Wohnungsverwalter

Bei Wohnungs- und Immobilienverwaltern ist die Sachlage noch ein klein wenig verschärfter. Denn diese mussten bisher keine Gewerbeerlaubnis nach § 34 c der Gewerbeordnung vorweisen. Im Rahmen des Sachkundenachweis ist diese allerdings verpflichtend, muss also von allen Verwaltern zusätzlich erlangt werden.

„Außerdem haben Wohnungsverwalter die Auflage, eine Berufshaftpflicht- und/oder Vermögensschadenhaftpflichtversicherung nachzuweisen, dies müssen Immobilienmakler nicht.“ (Quelle: Immoverkauf24)

Ab wann und wie?

Alle Immobilienmakler und Wohnungsverwalter haben nach Inkrafttreten des Gesetzes zwölf Monate Zeit einen Sachkundenachweis zu erlangen oder vorzulegen bzw. eine Ausnahme als „Alte Hasen“ zu beantragen.

Wann genau das Gesetz in Kraft tritt hängt davon ab, wann der Bundestag über diesen Gesetzesentwurf entscheidet. Vermutlich kann „Ende 2016 oder gleich zu Beginn von 2017 das Gesetz im Bundesgesetzblatt veröffentlicht werden“. (Quelle: immocompact) Dann wird noch einige Zeit vergehen, bevor das Gesetz final in Kraft treten wird. Daher wird vermutlich frühestens Mitte oder Ende 2017 die zwölfmonatige Übergangszeit beginnen.

In dieser Zeit werden die Voraussetzungen und Prüfungsmodalitäten festgelegt. Fakt ist, dass die Prüfung von den IHKn abgenommen werden. Wer hier schon im Vorfeld Fortbildungen im Bereich Immobilienwirtschaft absolviert, hat eine gute Chance, dass diese anerkannt werden können.

Fazit

Der Gesetzesentwurf (den Sie im Detail hier beim bmwi finden) ist ein erster Schritt in Richtung guter und qualifizierter Immobilienmakler. Allerdings bietet der Sachkundenachweis lediglich einen Anhaltspunkt für die gute Arbeit eines Immobilienmaklers. Denn auch ein Makler oder Verwalter mit sechs Jahren Berufserfahrung kann unqualifiziert sein und trotzdem im Rahmen der „Alter Hase“-Regelung einen Sachkundenachweis erlangen.

Bei der Beurteilung eines Verwalters oder Maklers sollten daher weitere Faktoren eine Rolle spielen. Dabei sind regelmäßige Fortbildungen wie die von der HSB Akademie angebotene zum Immobilienmakler mit IHK-Zertifikat ebenso zu nennen wie Bewertungen und/oder Empfehlungen durch Kunden.

Quellen:

Stefanie Vogt

Stefanie Vogt liebt es, mit anderen Menschen ihr Wissen zu teilen und damit sowohl diese als auch sich selbst persönlich weiter zu entwickeln. In der HSB Akademie ist sie als Fachdozentin für den Kurs E-Commerce Manager/-in (IHK) sowie in verschiedenen anderen Kursen im Bereich Social Media und Social Network tätig. Zum Profil von Stefanie Vogt

Immobilienportale – so sieht eine gute Anzeige aus

Immobilienportale gibt es fast so viele wie Sand am Meer. Viele Makler nutzen diese mittlerweile um Ihre Immobilien schnell zu vermieten oder zu verkaufen. Aber was macht eine gute Anzeige eigentlich aus? Wie schaffen Sie es, sich von der Masse der Konkurrenten abzuheben? Und welche Fehler sollten Sie unbedingt vermeiden?

Diesen Fragen gehen wir in diesem Beitrag auf den Grund, begonnen mit der Frage, warum die Nutzung von Immobilienportalen mittlerweile für jeden Immobilienmakler zum täglich Brot gehört.

Immobilienanzeigen der Zukunft

Wo bis vor einigen Jahren noch fleissig der Immobilienteil der Zeitung gewälzt wurde und die Zeitung vielleicht sogar direkt aus der Presse abgegriffen wurde, um ja der erste zu sein, der eine tolle Wohnung entdeckt, sind es heute die Immobilienportale, in denen nach neuem Wohnraum gesucht wird.

Mit dem Eintrag in ein Immobilienportal erreichen Sie 24 Stunden täglich, an 7 Tagen in der Woche, ein breites Feld und vor allem interessierte potentielle Kunden.

Anzeigen in Immobilienportalen lösen mehr und mehr die Zeitungsannoncen ab.

Interessengruppen erkennen

Diese Kunden sollten Sie identifizieren und in Interessengruppen einteilen. Überlegen Sie dabei nicht nur, ob Sie Privat- oder Geschäftskunden ansprechen, sondern differenzieren Sie feiner:

  • Sind es Familien, die sich über eine großzügige Raumaufteilung und den nahe gelegenen Spielplatz freuen?
  • Oder Studenten, für die eine WG-Eignung der Wohnung ebenso wichtig ist wie eine gute Anbindung zum öffentlichen Personennahverkehr?
  • Ist die Wohnung barrierefrei und macht auch die ruhige Lage mit gut erreichbaren Arzt- und Einkaufsmöglichkeiten sie attraktiv für Senioren?

Je genauer Sie im Vorfeld Ihre Interessengruppen definieren, desto zielgerichteter können Sie diese mit einer Anzeige in einem Immobilienportal ansprechen.

Die richtigen Immobilienportale identifizieren

So wie Sie im Vorfeld Ihre Interessengruppen definieren sollten, ist es auch wichtig, das richtige Immobilienportal zu finden.

In Deutschland gibt es mehrere große und viele kleinere Immobilienportale. Manche bieten ein nahezu universelles Angebot, einige konzentrieren sich auf den regionalen oder internationalen Immobilienmarkt. Die meisten Anzeigen in den Immobilienportalen sind für Makler kostenpflichtig. Es gibt allerdings auch das eine oder andere komplett kostenfreie Immobilienportal.

Immobilienscout, Immowelt und Immonet sind hierbei sicherlich die Marktführer wenn es um ein breites Angebot geht. Doch im Bereich Auslandsimmobilien und Raumvermietung lohnt sich auch ein Blick auf das komplett kostenlose Immozentral. Für den regionalen Markt hingegen sind auch Kalayo und die verschiedenen Varianten von meinestadt interessant.

Es kommt auf Ihr Portfolio und etwaige Spezialisierungen an, welches Immobilienportal für Sie und Ihre Ansprüche das richtige ist.

Wenn Sie hauptsächlich Immobilien im Ausland vermieten oder verkaufen, sollten Sie sich ein spezialisiertes Immobilienportal suchen.

So wird Ihre Anzeige erfolgreich

Um eine Immobilienannonce zum Erfolg zu führen, sollte die Anzeige gut überlegt gestaltet sein. Viele Immobilienunternehmen machen schon in der Grundgestaltung Fehler. Die häufigsten sind: kein Bild, zu kurze, nicht aussagekräftige Beschreibung, ein schlechter Titel oder fehlende Informationen wie beispielsweise der Preis. Dieser sollte zwingend angegeben werden. Nicht nur weil er essentiell für die Vorauswahl der Interessenten ist, sondern auch, weil Ihre Anzeige sonst in den Immobilienportalen nicht gefunden wird, sobald der Filter „Preis“ gesetzt wurde.

Um diese Fehler zu vermeiden, sollten Sie darauf achten, dass folgende Grundinformationen enthalten sind:

  • aussagekräftige Überschrift
  • detaillierte Beschreibung
  • viele, gute und große Fotos
  • Informationen zur Umgebung
  • Preis
  • Kontaktinformationen

Geben Sie alle wichtigen Informationen an!

Anfangen sollten Sie dabei mit der Überschrift, die Interesse wecken soll und die wichtigsten Alleinstellungsmerkmale dieser Immobilie enthalten muss. Schließlich soll diese den Kunden dazu bringen, die Anzeige anzuklicken. Dazu muss Ihre Überschrift die Zielgruppe des inserierten Objektes ansprechen. Das schaffen Sie sicherlich mit „Seniorengerechte 70qm Wohnung in zentraler aber ruhiger Lage“ besser als mit „3-Zimmer-Wohnung, Küche, Bad, 70qm, in Panketal“

Überlegen Sie dann: Was sind die Fragen, die Ihnen immer und immer wieder von Wohnungsinteressenten gestellt werden? Und beantworten Sie diese in Ihren Wohnungsanzeigen! Versuchen Sie sich dabei möglichst verständlich auszudrücken und komplizierte Abkürzungen zu vermeiden.

Neben der Größe, Ausstattung und dem Preis sollten Sie auch nicht vergessen etwaige Mängel anzugeben. Denn spätestens bei der Wohnungsbesichtigung werden diese sowieso aufgedeckt. Alles, was Sie in Ihrer Anzeige auf den Immobilienportalen schon angeben, erspart Ihnen und den potentiellen Mietern frustrierende, da unbefriedigende Besichtigungen.

Bilder sagen mehr als Worte

Machen Sie möglichst gute und ausreichend viele, große Bilder von der Wohnung. Achten Sie bei der Außenansicht darauf, dass Sie keine Winterbilder im Sommer zeigen oder stürmische Herbstbilder im Frühling. Dabei sollte neben der Außenansicht und einem gut erkennbaren Grundriss vor allem detaillierte Bilder der Wohnung von innen nicht fehlen. Fotografieren Sie dabei vor allem die Details und Besonderheiten mit einem Weitwinkelobjektiv und ausreichend viel Licht.

Achten Sie darauf, welches Ihrer Bilder in der Ergebnisliste angezeigt wird. Wählen Sie dieses Bild so, dass es auch in einem kleinen Format die Blicke auf sich zieht.

Einen umfassenden Artikel darüber, wie Sie richtig gute Bilder von Ihren Immobilien schiessen können, finden Sie bei Immotion.

Bunch of different keys on wooden surface

Sie vermieten oder verkaufen nicht einfach nur Räume sondern vielmehr ein Zuhause.

Was macht Ihre Wohnung besonders?

Gerade wenn Sie Wohnungen oder Häuser vermieten oder verkaufen, dann vermieten und verkaufen Sie Träume! Die zukünftigen Mieter bzw. Käufer wollen in der Regel hier leben und sich wohlfühlen.

Achten Sie also darauf, bereits im Inserat Emotionen zu erwecken. Schreiben Sie, warum Ihr Objekt das perfekte Zuhause ist und wecken Sie die Leidenschaft der Suchenden. Denn der Eigennutzer kauft in der Regel nicht aus rationalen Gründen sondern weil er seine Lebensqualität und seinen Wohnkomfort verbessern möchte. Und das tut er nicht in einem „Haus, 210 qm Wohnfläche, 400qm Grundstück, 4 Zimmer, Küche, Bad und Gäste-WC in Hennigsdorf“ sondern in einem „durchdacht geschnittenen Einfamilienhaus mit großzügigem Garten in familienfreundlicher Umgebung“.

Denken Sie daran: Arbeiten und Wohnen ist keine reine Kopfsache, versuchen Sie daher die Wünsche Ihrer Kunden anzusprechen. Welche Besonderheit Ihr Objekt auch hat, kehren Sie diese in Ihrer Anzeige nach Außen und heben Sie sich so von der Konkurrenz ab.

Die Lage Ihrer Immobilie ist für einen potenziellen Kunden sehr wichtig, deshalb beschreiben Sie, auch wenn Sie aufgrund einer Provision nicht die gesamte Adresse angeben können, die Lage so gut es geht.

  • Wie weit sind die Geschäfte des täglichen Bedarfs entfernt?
  • Gibt es nahe liegende Möglichkeiten der Freizeitgestaltung?
  • Wie ruhig und grün ist die Umgebung?
  • Wie ist die Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr?
  • Gibt es ausreichend Parkplätze oder Mietmöglichkeiten?

Natürlich müssen Sie nicht jeden Punkt in Ihrer Umgebungsbeschreibung aufgreifen. Aber die wichtigsten und vor allem besonderen Gegebenheiten sollten aus der Anzeige hervorgehen.

Fazit

Immer mehr Menschen informieren sich online. Sie haben mit den Anzeigen in den Immobilienportalen die Möglichkeit 24 Stunden am Tag, sieben Tage in der Woche Menschen für Ihre Objekte begeistern zu können. Nutzen Sie diese Möglichkeit und heben Sie sich mit einer durchdachten Anzeige von Ihren Konkurrenten ab! Sobald Sie nicht mehr nur noch Fakten inserieren, sondern auf die Interessengruppe abgestimmte, emotional gefärbte und mit optisch ansprechenden Bildern versehene Anzeigen erstellen, werden Ihre Anzeigen besser gefunden werden und sich die Qualität Ihrer Anfragen erhöhen.

Quellen:

Stefanie Vogt

Stefanie Vogt liebt es, mit anderen Menschen ihr Wissen zu teilen und damit sowohl diese als auch sich selbst persönlich weiter zu entwickeln. In der HSB Akademie ist sie als Fachdozentin für den Kurs E-Commerce Manager/-in (IHK) sowie in verschiedenen anderen Kursen im Bereich Social Media und Social Network tätig. Zum Profil von Stefanie Vogt

Auftragsakquise für Immobilienmakler

Für Immobilienmakler ist die Auftragsakquise, also das Beschaffen von Kunden, eine der wichtigsten Kernaufgaben. Die Digitalisierung hat auch hier den Immobilienmarkt verändert: Portale wie ImmobilienScout24 oder Business-Netzwerke wie XING erlauben mit wenigen Ressourcen und einem überschaubaren Aufwand eine potenziell gewaltige Kundschaft anzusprechen.

Doch genau hier wird es kritisch, denn ohne Strategie in der Auftragsakquise sind auch die besten Immobilienmakler überfordert. Daher geht es hier um alles rund um die Auftragsakquise: neue Verkaufsobjekte, Aufbau von Vermietungsbeständen – was gilt es zu beachten?

Die Kraft des Networking

Neben bereits bestehenden Kontakten, Kunden und Kollegen sollte sich jeder Makler ein eigenes Netzwerk aufbauen. Am besten funktioniert hier die Drei-Pool-Regel:

  1. Der Verkäufer-Pool. Ein Pool aus Kollegen, die bei speziellen Kundenanfragen aushelfen können.
  2. Der Käufer-Pool. Der bereits bestehende Kundenstamm oder potenzielle Kunden, bspw. Schnellrestaurantketten, die erfahrungsgemäß alle paar Jahre die aktuellen Mietverhältnisse ihrer Filialen neu bewerten. Hier können Makler gut ansetzen und diesen Kunden durch Service binden. Gibt es bspw. ein wiederkehrendes Datum für die Neubewertung? Nutzen Sie das und lassen Sie Ihrem Kunden zeitnah dazu eine Übersicht aktueller Objekte zukommen. Das erleichtert ihm die Arbeit und dafür wird er Sie lieben und gern wieder mit Ihnen arbeiten.
  3. Der Chaos-Pool. Das ist der komplizierteste Pool, weil er in keine richtige Kategorie passen will. Hier kommen alle Kontakte und Personen rein, die vielleicht mal wichtig werden könnten. Der Steuerberater, den man bei der Weihnachtsfeier des Kollegen kennengelernt hat oder der aufstrebende Designstudent mit Atelierträumen. Die Leben der anderen gehen auch weiter und in Ihren ruhigeren Phasen können Sie ja mal nachgreifen. Vielleicht zieht derjenige gerade mit seiner Kanzlei um oder verwirklicht sich gerade ebenjenen Traum – und Sie kommen da goldrichtig. In der Wissenschaft nennt sich das u.a. Regel der Nähe – wir verkehren (und engagieren) eher Leute, die sich bereits in unserem Dunstkreis befinden.

So sieht gute Akquisition aus

Das Netzwerk, das Sie haben, muss über ganz viele verschiedene Kanäle bespielt werden:

  • persönliche Briefe an frühere Kunden
  • Gesprächstermine mit den Multiplikatoren vor Ort (Notar, Steuerberater, Handwerker, Bauamt usw.)
  • Den Buschfunk nicht vergessen (Aushänge, Flyer, Mund-Propaganda usw.)
  • Projektierung vorantreiben (mit Wohnungsunternehmen oder Bauträgern zusammenarbeiten und zu bauende Objekte anbieten. Dadurch kann Ihr Kunde sich seine Traumimmobilie selbst zusammenstellen.)
  • Pressearbeit (Mehrwert anbieten und nicht nur Makler sein. Sie können über ein Netzwerk aus bekannten Firmen die neue Küche einbauen lassen oder den Umzugswagen anmieten. Eine Hand wäscht die andere.)
  • Veranstaltungen, Weiterbildungen, Messen (profitieren Sie von der Vernetzung mit Kollegen)
  • Suchprofile in den Immobilien-Datenbanken und bei Social Media, Werbeanzeigen bei Google AdWords oder Facebook Ads

Fokus: Online-Netzwerke, Newsgroups, Foren und soziale Netzwerke

Die meisten sozialen Netzwerke wie Facebook, XING, LinkedIn oder Google+ haben drei Kontotypen: Profile für Privatpersonen, Seiten/Pages für Organisationen und Gruppen als Diskussionsforen. Sie haben also verschiedene Möglichkeiten sich dort zu engagieren (welche darüber finden Sie hier einen Artikel).

Gruppen wie die Immobilien-Lobby bei XING oder das Makler-Netzwerk bei Facebook mit über 2000 Mitgliedern bieten exzellente Vernetzungsmöglichkeiten.

Selbst wenn Sie dort nicht selbst aktiv werden wollen, können Sie soziale Netzwerke, Newsletter, Foren und Online-Gruppen für sich nutzen: Häufig berichten Makler von ihren ganz individuellen Problemen, die Ihren eigenen vielleicht nicht ganz unähnlich sind.

Und möglicherweise ergibt sich genau dort das Potenzial für eine Kooperation: Ein Kollege sucht für einen Kunden eine bestimmte Immobilie und Sie haben eine bestimmte Immobilie für diesen Kunden. Darüber hinaus eignen sich diese Quellen immer hervorragend für Recherchen, denn häufig wird auch über aktuelle Entwicklungen und Trends geschrieben oder werden Gerichtsurteile diskutiert.

Fokus: Weiterbildungen und Seminare nutzen

Kollegen bei Tagungen kennenlernen und dann den Kontakt nutzen. Dieser Tipp ist nicht neu, aber bekommt in Zeiten von Social Media eine neue Bedeutung. Jemanden live kennenzulernen und mit dieser Person zu arbeiten schafft eine neue Qualität von Kontakt.

Zudem entsteht der sogenannte „Kameradeneffekt“: Sei es in der Schule, der Armee oder auf einer Fortbildung, Menschen, mit denen wir zusammen Ereignisse erleben, sehen wir fast automatisch sympathischer.

Fazit: Viele Möglichkeiten, eine Gemeinsamkeit

In unserer digitalen vernetzten Welt haben auch Immobilienmakler einen ganzen Koffer neuer Möglichkeiten an die Hand bekommen. Eines bleibt aber immer gleich: Aktive Kommunikation ist nötig. Gehen Sie auf Kunden zu, recherchieren Sie und suchen Sie nach Geschäften. Nicht immer kommt der Berg zum Propheten – aber dank neuer Technologien muss er das auch nicht.

Sie können sich für Ihre Arbeit miteinander in Foren, Facebook- oder WhatsApp-Gruppen vernetzen. Und sie können die Livestream-Technologien für digitale Wohnungsbesichtigungen oder wie an der HSB-Akademie sogar für Weiterbildungen zum Immobilienmakler nutzen.

Quellen:

Christian Allner

Christian Allner ist es sehr wichtig, Kommunikation besser zu machen und für weniger Missverständnisse sorgen. Denn moderne Kommunikationsformen ändern auf fundamentale Weise unsere Kommunikation, ein gegenseitiger Austausch belebt aber eine Gesellschaft und das Miteinander. In der HSB Akademie ist er als Gastdozent im Bereich Blog tätig. Zum Profil von Christian Allner

Facility Management: Kein Hausmeister, sondern kompetenter Gebäudemanager

Gern lassen wir uns als Menschen von Namen verleiten. Beim Facility Manager ist das nicht anders: “Das ist doch nur ein Hausmeister in Grün” denken viele. Das stimmt so aber nicht.

Facility Management gehört nicht umsonst zu den Weiterbildungsberufen. Sie müssen einige Kompetenzen mitbringen, bekommen dafür – was für die Immobilienbranche nicht alltäglich ist – einen breit aufgestellten Beruf mit vielfältigen Anforderungen.

Was genau bedeutet „Facility Management“?

Facility Management ist moderne Objekt- bzw. Gebäudeverwaltung und unterteilt sich normalerweise in einen technischen, kaufmännischen und infrastrukturellen Bereich. Das klingt kompliziert, aber erklärt sich ganz logisch:

Technischer Bereich: Instandhaltung und Modernisierung von Gebäuden

Als Verwalter eines Grundstücks bzw. einer Immobilie sind Sie als Facility-Manager oder Facility-Managerin auch für technische und bauliche Aspekte wie Instandhaltungen, Reparaturen oder Maßnahmen wie Modernisierungen zuständig.

Young plumber fixing a sink at kitchen.

Regelmäßig muss in einer Immobilie etwas repariert oder instandgesetzt werden.

Bei all diesen Maßnahmen müssen Sie aber nicht nur technisch, sondern auch rechtlich Bescheid wissen: Welche Kosten lassen sich bei Schönheitsreparaturen bspw. auf den Mieter umschlagen? In welchen Abständen müssen Teppiche oder Gehwege erneuert werden? Schwerpunkte sind dabei:

  • Planung, Methoden und Zyklen bei Instandhaltung und Modernisierung
  • Umweltmanagement (Effizienz und Sparsamkeit von Anlagen)
  • Durchführung und Überprüfung baulicher Maßnahmen
  • Wirtschaftlichkeit im Hinblick auf Einsparmöglichkeiten und Effizienz
  • rechtliche Grundlagen bspw. zu Mieterbeteiligung bei Baumaßnahmen

Kaufmännischer Bereich: Verwaltung und Wirtschaftlichkeit von Gebäuden

In der kaufmännischen Verwaltung sorgen Sie dafür, dass ein Gebäude vermietet oder anderweitig wirtschaftlich genutzt wird. Mit den daraus erzielten Einnahmen und Gewinnen können überhaupt erst technische Maßnahmen wie Reparaturen durchgeführt werden.

Im kaufmännischen Bereich kümmern Sie sich als Facility-Manager darum, dass ein Objekt gut verwaltet und gestaltet wird. Konkret heißt das:

  • Controlling (Kostenverwaltung, Amortisierung usw.)
  • Finanzen (Steuern, Versicherungen, laufende Kosten, Abschreibungen usw.)
  • Kostenberechnung (Miet-, Betriebskosten, Einnahmen und Ausgaben)
  • Investitionen (Planung, Benchmarking, Amortisation)

Infrastruktureller Bereich: Management der Fläche und strukturelle Einbettung

Ein Gebäude muss auch erschlossen werden: Ab-/Wasser, Strom, Internet usw. müssen ebenso vorhanden sein wie Straßenzubringer, Gehwege und Anschlüsse an das Verkehrsnetz. Hier werden Sie als Facility-Manager planerisch aktiv:

  • Flächenmanagement (weitere Bebauung des Grundstücks, strategische Entwicklung)
  • Allgemeine Hausmeisterdienstleistungen (Pflege des Grundstücks)
  • Anlagensicherung (Bewachung), Büro- und Empfangs, Versorgung etc.

Was macht eigentlich ein Facility-Manager?

Es gibt keine klassischen Berufe mehr. Einmal etwas gelernt und später genau das gearbeitet wird immer seltener. Hingegen werden Lücken im Lebenslauf, Karrierewechsel und Hybridkarrieren immer mehr Alltag. Als Facility-Manager verkörpern Sie genau das: Anpassungsfähig, dynamisch und vielseitig. Modernes Gebäudemanagement zeichnet sich dadurch aus, dass man immer wieder umdenken muss. Vor zehn Jahren war das Objekt noch eine leer stehende Lagerhalle, heute Sitz eines erfolgreichen Start-up-Unternehmens.

Stadtviertel und Regionen ändern sich. Neue Mieter ziehen ein, die Nachbarschaft wird umgebaut und dadurch verändert sich natürlich auch die Bedeutung einer Immobilie.

Ein Facility-Manager betreut also die verschiedenste Einrichtungen, von Hotels wie dem nhow in Berlin bis hin zu Militärbasen wie den Victoria-Barracken in Melbourne.

Warum benötigt man eine Weiterbildung als Facility-Manager?

Als Facility-Manager müssen Sie viele Kompetenzen aufweisen und sehr viel können. Sie benötigen technische, kaufmännische und infrastrukturelle Kenntnisse. Selten haben Bewerber das alles, was es dazu braucht: Denn nicht jeder kann ein kaufmännisch ausgebildeter Stratege mit einem Hintergrund in Immobilienverwaltung und -recht sein. Daher bieten Bildungsträger wie die HSB-Akademie Weiterbildungen an, um die fehlenden Kenntnisse zu erwerben.

Fazit: Darum lohnt sich für Sie eine Weiterbildung zum Facility-Manager

In den Weiterbildungen vermitteln Ihnen Dozenten bei Webinaren (Online-Vorlesungen) kompakt aufbereitet die wichtigsten Schwerpunkte. Danach stehen sie Ihnen in Sprechstunden für Fragen bereit und gehen die Schwerpunkte der Lernskripte individuell durch. Die Dozenten selbst haben meist mehrjährige Berufserfahrung in den Fachgebieten, die sie unterrichten. Damit können unsere Dozenten den Lehrstoff praxisbezogen mit Ihnen durchnehmen.

Der Facility-Manager ist in Deutschland ein von verschiedenen Berufskammern anerkannter Weiterbildungsberuf. Damit sind Sie nicht nur reiner Gebäudeverwalter, sondern auch Entwickler, Tüftler und Planer und damit in einer sich ständig ändernden Arbeitsumgebung beruflich gut aufgestellt.

Quellen:

Christian Allner

Christian Allner ist es sehr wichtig, Kommunikation besser zu machen und für weniger Missverständnisse sorgen. Denn moderne Kommunikationsformen ändern auf fundamentale Weise unsere Kommunikation, ein gegenseitiger Austausch belebt aber eine Gesellschaft und das Miteinander. In der HSB Akademie ist er als Gastdozent im Bereich Blog tätig. Zum Profil von Christian Allner

Facility-Management: Was sind eigentlich CAD-Systeme?

Im professionellen Gebäudemanagement werden immer häufiger Systeme für Computer-Aided-Design (CAD) eingesetzt. CADs sind Hard- und Softwaresysteme und werden zur Entwicklung und Dokumentation echter Objekte eingesetzt. Aktuell sind die Systeme AutoCAD und MicroStation am weitesten verbreitet.

CAD-Systeme wurden für eine breite Skala an Anwendungsmöglichkeiten entwickelt für Ingenieurswesen, Architektur, Bau und Konstruktion sowie viele weitere Anwendungen.

CAD-Plattformen sind für allgemeine Aufgaben gedacht und deswegen sehr individualisierbar und anpassbar.

Diese Systeme wurden entwickelt, um eine breite Palette an Anwendungen einzubeziehen. Organisationen aus den Bereichen Engineering, Architektur, Inspektion und Konstruktion verwenden diese, um eine Vielzahl von Services bereitzustellen.

CAD-Daten

Bei jeder CAD-Datenanwendung werden natürlich Daten generiert. Diese haben verschiedene Zwecke – je nach CAD-System. Von einem kompletten Kompendium (sog. Repository) über einzelne Zustände bis hin zu Skizzen oder Entwurfsplänen kann über ein CAD alles erschaffen werden. Dabei können alle Parameter, von Größe über Maßstab bis zur Skalierungseinheit, festgelegt werden.

CAD-Formate

AutoCAD wie auch MicroStation basieren auf Dateisystemen, die sich Vektoren bedienen. Damit können 2D- und 3D-Darstellungen unterstützt werden. Die Software selbst ist allerdings proprietär, was im Gegensatz zu frei verfügbarer Open-Source-Software ggf. zu rechtlichen Nachteilen führen kann.

DWG/DXF-Formate

DWG ist das verbreitetere Speicherformat für CAD-Daten. Autodesk verwendet DWG, aber auch viele Drittanbieter.

Das DXF-Format wiederum ist ein Austauschformat. Es wurde 1982 von Autodesk entwickelt, um andere Software kompatibel mit den eigenen Programmen zu machen. Inzwischen ist es rückläufig, weil viele Drittanbieter direkt auf DWG zurückgreifen.

DGN-Format

Das DGN-Format ist nicht so verbreitet wie die anderen CAD-Formate. Es wird aber häufig für große Projekte verwendet und bleibt dadurch ein wichtiges Format.

Interessant ist, dass Sie DGN-Projekte mit eigenen, nicht dem Standard entsprechenden Erweiterungen speichern können. Das kann nützlich sein, wenn Sie eine interne Dokumentation umsetzen wollen. Sie können dann Dateien für Parzellen mit .par abkürzen oder einzelne Stockwerke bei Gebäuden mit .flr oder anderen eigenen Dateiformaten.

Quellen:

Christian Allner

Christian Allner ist es sehr wichtig, Kommunikation besser zu machen und für weniger Missverständnisse sorgen. Denn moderne Kommunikationsformen ändern auf fundamentale Weise unsere Kommunikation, ein gegenseitiger Austausch belebt aber eine Gesellschaft und das Miteinander. In der HSB Akademie ist er als Gastdozent im Bereich Blog tätig. Zum Profil von Christian Allner